Neues auf dem Teller…


Wer das Mani Restaurant in der Berliner Torstraße besucht und ein typisches Hotelrestaurant erwartet, wird auf das A
ngenehmste überrascht. Mitten im quirligen Kiez des Rosenthaler Platzes und etwas versteckt im hinteren Teil des Hotels gleichen Namens findet der Gast hier Ruhe und Muße zum kulinarischen Genuss. Als innenarchitektonisches Kleinod kann man den Restaurantbereich bezeichnen, dennDSC_4743 hochwertige Materialien wurden verwendet und zu einem edlen Mix zusammen gefügt. Schwarz, braun und Chrom geben den Ton an und verleihen den eher kleinen Räumlichkeiten Wohlfühl-Charakter. Den optischen Mittelpunkt des Restaurants bildet ein in grünem Marmor gefasster, rundum verglaster Kamin, der das Wohlbehagen noch steigert. Eine vom Trubel der Gegend abgeschottete Sommerterrasse bietet zusätzliche Außenplätze während der warmen Monate.

DSC_4748Im Mani werden die Speisen in einer offenen Küche zubereitet und dabei ist auch der Küchenchef Peter Fridén zu beobachten. Seit 2014 ist der junge gebürtige Südkoreaner für den Küchenbereich verantwortlich und schafft an dieser Stelle einen kulinarischen Spagat von Tel Aviv bis Paris. Dabei geht er sehr experimentierfreudig mit Gewürzen und Zutaten aus dem Mittelmeerraum um, bietet seinen Gästen manche unkonventionelle Speisenkombination  und lädt sie auf diese Art zu kulinarischen Exkursen ein. Seine Kreativität blieb den Berliner Feinschmeckern nicht lange verborgen und ruft inzwischen auch die Gourmet-Tester auf den Plan. Peter Fridén ist in Schweden aufgewachsen und hat dort bereits als Koch gearbeitet. Nach mehreren Stationen in skandinavischen Sterne-Restaurants war er zuletzt im Restaurant First Floor im Hotel Palace Berlin tätig.

RESTAURANT-MANI-18Einen guten Überblick über die Bandbreite des kulinarischen Konzepts kann man sich verschaffen, wenn man eine Auswahl der „Chuzpeles“, von kleinen Vorspeisen bestellt und sich diese mit seiner Begleitung teilt. Jeder kann sich somit einen Eindruck von der geschmacklichen Vielfalt dieser kleinen Gerichte verschaffen. Auf jeden Fall empfehlenswert sind der Avocadosalat mit Mandarine, Tomate und Kreuzkümmel, die Calamaretti aus der Bretagne mit Harissamayonaise und das Kalbstartar aus Argentinien mit Kapernnüssen und Mandeln. Der Weinempfehlung von Maitre Ralf Lloyd Swinley kann man getrost folgen: Ein 2011er Forster Riesling „Basalt“ vom Weingut Karl Schäfer aus der Pfalz. Der Inhalt der 1,5l Magnumflasche strotzt vor Mineralität, wie es bei dem Namen nicht anders zu erwarten ist. Gleichzeitig zeichnen diesen trockenen Riesling aber auch feine Rauch-und Zitrusnoten aus.

RESTAURANT-MANI-16Es gehört zum gastronomischen Konzept, dass die Speisen in der Mitte des Tisches angeordnet werden und sich dann die Gäste davon bedienen. Das findet bei den Gästen Anklang und es sind einige Gruppen zu beobachten, welche auf diese Art ihr kommunikatives Abendessen einnehmen. Die Tischordnung und Bestuhlung ist entsprechend ausgerichtet, aber auch Tische für zwei bzw. vier Personen können selbstverständlich reserviert werden. Zum Thema Reservierung sei hinzugefügt, dass es auf jeden Fall ratsam ist, vor einem geplanten Besuch eine rechtzeitige Reservierung vorzunehmen. Diese Empfehlung gilt auch zum Lunch, wenn von Montag bis Freitag um die Mittagszeit zwei Gänge für die Business-Gäste angeboten werden.

RESTAURANT-MANI-4Die insgesamt sehr übersichtliche Speisenkarte bietet auch bei den Hauptgerichten positive Eindrücke. Der Grillteller „Manistyle“ bietet Gegrilltes vom Lamm, Rind, Kalb und Huhn und gleichzeitig ein geschmackliches Feuerwerk. Dies kann ebenso vom Foie Gras Burger aus dryaged Beef mit Zimttomate, Aprikose und schwarzem Trüffel behauptet werden. Der grüne Spargel als Tagesgemüse ist optimal angerichtet und schmackhaft. Auch dazu ist die Empfehlung des Maitres ein Volltreffer und eine Freude für den Weinliebhaber: Ein 2010er Neve Ilan, ein im Barrique ausgebauter 100% Chardonnay  von der Tzora Winery im judäischen Bergland in der Nähe Jerusalems. Dieser bemerkenswerte Wein erhält seine frische, kühle Mineralität von den dortigen kalkhaltigen Böden und unterstreicht gleichzeitig den Höhepunkt eines kulinarischen Erlebnis-Abends.

Besuch am 13.Mai 2014

www.mani-restaurant.com