Bonjour in Berlin…

Mit einem freundlichen ´Bonjour´ wird der Gast in diesem kleinen Bistrot und Café begrüßt und man fühlt sich sofort nach Frankreich versetzt. Das Sucre et Sel könnte genauso irgendwo an der französischen Mittelmeerküste stehen mit seiner typisch französischen Markise über der Terrasse und den vielen alten Fotos ehemals bekannter Stars aus der Zeit, als die unscheinbaren Fischerdörfer an der Côte d´Azur plötzlich zu Treffpunkten des internationalen Jetsets wurden und ihren wirtschaftlichen Aufschwung nahmen.

SUCRE-ET-SEL-16Dieses Le Bistrot Sucre et Sel bringt ein kleines Stück Frankreich an einen der belebtesten Verkehrsknotenpunkte in der Mitte Berlins, in die Torstraße 132, direkt am Rosenthaler Platz. Hier haben der junge Franzose Quentin und seine Lebensgefährtin Zaklima vor fast zwei Jahren dieses Bistrot eröffnet und bieten sozusagen kleine französische Küche an, wie man es aus den unzähligen Cafés und Bistrots überall in Frankreich kennt. Es geht hier nicht um die teilweise unerschwinglich gewordene französische Sterneküche, sondern um Speisen, die schnell zubereitet für jede Zeit des Tages geeignet sind. Der Tag startet außer am Sonntag auch im Sucre et Sel ab 9.00h mit dem Petit Déjeuner, dem französischen Frühstück, und hält aber auch alles andere an Spezialitäten aus dem Nachbarland für die Gäste bereit. SUCRE-ET-SEL-29Croques, Omelettes, belegte Baguettes für die frühen Gäste, aber auch eine Vielzahl von Alternativen werden auf der Speisenkarte angeboten. Hausgemachte Quiches und Torten, Suppen und Desserts, welche die Handschrift der Chefin des Hauses tragen, denn sie ist hauptsächlich der kreative Kopf in der Küche und bereitet nach ihren Rezepten zu. Als Seiteneinsteigerin mit BWL-und Germanistikstudium hat sie aber die Liebe zum Kochen und Backen von ihrer Mutter mitgebracht und hat sich hier mit Lebenspartner Quentin den Traum vom eigenen kleinen Restaurant erfüllt.

SUCRE-ET-SEL-43Plateau de Fromages et Charcuterie – Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich in ganz Frankreich eine delikate Auswahl feiner Käse-und Wurstsorten des Landes, was auch im Sucre et Sel nicht anders ist, nur eben besonders delikat. Sehr gut passend dazu ist eine der bunten Salatvariationen, die für viele Gäste bereits das Hauptgericht sein dürfte. Einige andere warme Gerichte ergänzen diese große Auswahl und werden eher untypisch ohne Pommes Frites, dafür mit einem schmackhaften Kartoffelstampf nach Art des Hauses serviert. Viele Variationen von Flammkuchen, täglich wechselnde Suppen und zahlreiche Desserts ziehen täglich die Stammgäste aus der näheren Umgebung und Besucher der Torstraße zusätzlich an und die Sitzplätze sind zu bestimmten Tageszeiten rar. Man kann es sich hier schon richtig gut gehen lassen und von der Vorspeise bis zum Dessert und Digestiv zufrieden die Zeit genießen.

SUCRE-ET-SEL-1Auch nicht ungewöhnlich für ein französisches Bistrot ist die Tatsache, dass man zwischen Blanc, Rosé und Rouge und vielleicht noch der Region oder der Rebsorte wählen kann, nicht aber ständig den gleichen Wein bekommt. Oft werden zwischenzeitlich der Wein und der Winzer gewechselt, wenn man einen anderen guten Tropfen entdeckt hat. Nicht anders ist es auch hier, wo zur Zeit u.a. ein 2012er Chardonnay aus der Bourgogne, ein 2012er Muscadet Séore-et-Maine sur Lie, ein Chateau Pey la Tour als Bordeaux und ein junger Les Combes de Saint-Sauveur als Côte du Rhône die Gäste bei ihren Speisen begleiten. Einmal monatlich kommt Quentins Vater aus Frankreich zu Besuch und besucht auf der Fahrt ein paar Winzer, um wieder für das Sucre et Sel einzukaufen. Man darf gespannt sein, was er beim nächsten Mal mitbringt. Alors, á bientôt !

                                               Besuch am 18.07.2014

www.sucreetsel.de