Das kulinarische Herz…

DasPosthotel im malerischen Zillertal ist inzwischen bekannt dafür, dass es für Qualität und Nachhaltigkeit steht. Genuss und Gästewohl besitzen in diesem 4 Sterne Superior Small Luxury Hotel of the World oberste Priorität, weshalb man selbstverständlich darauf bedacht ist, etwas Besonderes für das leibliche Wohl der Gäste zu bieten. Das Hauben-Restaurant HeLeni ist das kulinarische Herz des liebenswerten Boutique-Hotels und man möchte sich damit auch weit über DasPosthotel hinaus auf dem kulinarischen Sektor gut positionieren.

Mit dem HeLeni gelingt dies offenbar ausgezeichnet, erst recht, nachdem 2017 Küchenchef Marcus Duchardt und Sous Chef Mario Herrmann die Leitung der Küche übernommen haben und ambitioniert an neuen Kreationen arbeiten. Marcus Duchardt ist vom renommierten Gourmet-Restaurant Schwarzreiter im Münchener Hotel Vier Jahreszeiten in das HeLeni gewechselt, wo er vorher die Position des Sous Chefs besetzt hatte. Mario Herrmann hatte sich bereits im Hotel Hirschen Schwarzenberg im Bregenzerwald als Küchenchef eine Haube erkocht, bevor er als Sous Chef im HeLeni seine Position antrat.

Beste Voraussetzungen also, um eine Weiterentwicklung voran zu treiben und inzwischen ist es durchaus gelungen, im DasPosthotel einen kulinarischen Hotspot zu etablieren. 30 Sitzplätze stehen in einem modern-alpenländischen Ambiente zur Verfügung, auf denen die Gäste eine kreativ interpretierte Regionalküche mit internationalem Einschlag genießen können. Erzeugnisse aus der Umgebung in Bioqualität stehen bei der Produktauswahl im Vordergrund und der mögliche Zugriff auf Wild aus der eigenen Jagd der Betreiberfamilie begeistert natürlich jeden Küchenchef.

Von Donnerstag bis Dienstag können die Gäste à la carte oder das 4-gängige Gourmet-Menü wählen, mittwochs stehen im Rahmen des Gourmet-Menüs zwei Hauptgerichte zur Auswahl. Den Gourmet erwartet im HeLeni eine junge und unkonventionelle Küche, die voller kreativer Ideen steckt. Ebenso erwähnenswert ist das Weinangebot, das sich speziell durch eine hervorragende Auswahl an Produkten österreichischer Weingüter auszeichnet.

Zur Einstimmung auf das kulinarische Erlebnis wird ein Glas Torralta, ein Prosecco di Conegliano Valdobbiadene, gereicht und schon am Brotkästchen mit hausgemachtem Brot und den dazu gehörigen Aufstrichen kann man die Grundzüge der HeLeni-Küche erkennen. Nach dem Gruß aus der Küche wird ein Ried Stangl vom Weingut Weixelbaum, ein Grüner Veltliner aus dem Kamptal, geöffnet, der durch seine Frische besticht. Dazu wird ein Rucolamousse mit Hirschschinken und Preiselbeeren als Vorspeise serviert, was sich als unkonventionelle und interessante Kombination erweist.

Risotto mit gebratenen Waldpilzen steht als nächster Gang auf der Menükarte und es wird ein Hochsulz Sauvignon Blanc von Skoff als Weinbegleitung empfohlen. Hier begeistert der optimale Garpunkt bei Risotto und Waldpilzen neben den Geschmacksnoten und beweisen schon Qualität und Einfallsreichtum der Küche, ebenso wie beim darauf folgenden Gang, der aus mit Jakobsmuschel gefüllten Agnolotti und medium gebeiztem Rehrücken aus der hauseigenen Jagd besteht.

Ein 2013er Chianti Classico der Fattoria Le Fonti wird geöffnet, der einen ganz hervorragenden Eindruck hinterlässt. Spätestens hier macht sich Begeisterung für die Weinauswahl breit, aber es sollte noch besser kommen, denn zum Hauptgericht wird ein Pegasus von Hans Pitnauer aus dem Weinanbaugebiet Carnuntum gereicht. Dieser Syrah-Reservewein des Jahrgangs 2013 mit 13,5% besticht durch seine Kraft und Vollmundigkeit und begleitet die drei Arten von Bio-Kalbfleisch auf dem Teller. Die Variationen bestehen aus sous vide gegarter Lende, Niere in Rahmsauce und Filet-Tartar mit frischen Pilzen und Petersilienwurzeln, die nicht nur außerordentlich schmackhaft zubereitet, sondern auch sehr ansprechend angerichtet sind.

Man merkt deutlich, dass nicht nur die Auswahl der Produkte und deren Zubereitung einen sehr hohen Stellenwert haben, sondern man bewegt sich auch bei der optischen Darstellung der Gerichte auf gehobenem Gourmet-Niveau. Das gilt auch für die servierten Dessert-Variationen, zu denen es, im wahrsten Sinn des Wortes, einen Kracher gibt, denn der Weinlaubenhof Kracher im Burgenland liefert diese ausgezeichnete 2013er Traminer Auslese als Dessertwein.

Zum gepflegten Espresso oder Cappuccino nach dem Gourmet-Menü kann man sich auch gerne gleich nebenan in die kleine Bar des Hauses begeben, um sich auch dort davon zu überzeugen, dass DasPosthotel stets darauf bedacht ist, seinen Gästen höchste Qualität zu bieten. Kaffee-Liebhaber und Barista mit Markenkenntnis werden nicht schlecht schauen, wenn sie hinter dem Tresen eine Slayer-Siebträger-Kaffeemaschine entdecken, die schlichtweg als die technisch beste ihrer Art gilt, von deren Anschaffung allerdings die meisten Betriebe wegen des hohen Preises Abstand nehmen.

Hier wiederum erkennt man die Konsequenz, die einhergeht mit der Tatsache, dass man sich entschlossen hat, in Zusammenarbeit mit einem lokalen Röster eigene Kaffeemischungen zu entwickeln. Ebenfalls von einem lokalen Produzenten der Digestif vom Stiegenhaushof im Zillertal, ein Marillen-Edelbrand aus dem Hause Fankhauser, als gelungener Abschluss eines besonders erfreulichen Kulinarik-Abends im HeLeni. Zum richtigen Zeitpunkt erscheint dann Küchenchef Marcus Duchardt und macht seine Runde durch das Restaurant und die Bar, um seine Gäste persönlich zusätzlich mit hausgemachten Pralinen zu verwöhnen.

Von diesem Abend bleibt der positive Eindruck, dass Professionalität und der Wille zu hoher Qualität im gesamten Haus getragen werden und für den Gast hautnah spürbar sind. Gerade in der heutigen Zeit ein guter Grund, um wiederzukommen…

Besuch am 25.07.2017

www.dasposthotel.at